Hast Du auch manchmal das Gefühl, dass Fasten der neue Supertrend geworden ist? Dem ist nicht so: Fasten ist eine jahrtausendalte Tradition und nicht nur das… neugierig? 

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Fasten - ist viel mehr als nur ein Trend!

Der Mensch hat von Geburt an die Fähigkeit, ohne Nahrung auszukommen. Dies war von Vorteil, da es im Laufe der Geschichte immer wieder vorkam, dass man unfreiwillig auf Nahrung verzichten musste.

Von daher ist es ja schon mal beruhigend zu wissen, dass wir nicht direkt verhungern, wenn wir einen gewisse Zeit auf Nahrung verzichten.

Heute geht es allerdings weniger um unfreiwilligen Verzicht, zumindest nicht in den meisten Ländern. Vielmehr ist der bewusste Verzicht auf Nahrung überwiegend auf religiöse Motive zurück zu führen, wie Enthaltsamkeit oder Besinnung.

Doch bereits Hippokrates hatte das Fasten als medizinische Therapie anerkannt.

Die Wirksamkeit des Fastens ist somit schon sehr früh in den gesundheitlichen Fokus gerückt und wurde seitdem immer mehr erforscht.
Es wurden verschiedene Fastenkuren entwickelt, um heute in Zeiten des Nahrungsüberflusses und der Reizüberflutung individuell auf die geeignetste Form des Fastens zurück greifen zu können. Dabei geht es generell um einen freiwilligen zeitlich begrenzten kompletten oder auf bestimmte Nahrungsmittel beschränkten Verzicht.

Die am weitesten verbreitete Form des Fastens ist wohl das Buchinger Fasten bzw. daran angelehnte Formen

Was daran liegt, dass es sich für das selbstständige Fasten am besten bewährt hat. Dabei wird meistens über 5 Tage flüssig gefastet mit verdünnten Obst- und Gemüse-Säften sowie dünner Gemüsebrühe. Wobei man vorher entlastet, abführt und danach langsam wieder aufbaut.
Dies ist auch die Fastenform, die ich für mich gewählt habe, doch dazu später mehr.

Kommen wir jetzt erstmal zur Frage: Was bringt Fasten überhaupt?

Dabei gilt es, sich als erstes von dem Irrglauben zu lösen, dass Fasten eine Diät ist. Das ist es nämlich nicht!
Klar verliert man in der Fastenzeit ein paar Pfund und Zentimeter. Wenn man danach allerdings danach wieder so weiter macht wie zuvor, sind die Pfunde auch schnell wieder da und bringen, wenn man Pech hat, noch ein paar mehr Pfunde mit!
Von daher sollte Fasten aus dem Diät Aspekt heraus dazu genutzt werden, erste Abnehmerfolge zu erzielen und so motiviert zu sein, um daraufhin seine Ernährung nachhaltig umzustellen.

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Ok, eine Diät ist es also nicht, aber was dann?

Mittlerweile gibt es unzählige Studien und Versuche zum Fasten, wie z.B. mit Krebspatienten, die man während der Chemotherapie hat fasten lassen und wo festgestellt wurde, dass sie die Chemo dadurch wesentlich besser und zum Teil sogar ohne Nebenwirkungen vertragen haben.
Man hat auch schon sehr gut Erfolge mit Rheuma, MS sowie Diabetes Patienten erzielt. Allerdings sollte man bei Vorerkrankungen das Fasten nur unter ärztlicher Betreuung durchführen und auch bei Kindern und Schwangeren wird vom Fasten abgeraten. Generell macht es Sinn, sein Fasten Vorhaben vorher mit dem Hausarzt zu besprechen.

Doch was sind nun die Vorteile des Fasten bei gesunden Menschen!

Fasten entlastet nicht nur den Körper, sondern auch den Geist. Es regt den Stoffwechsel an und wirkt dadurch wie eine Art Energie-Booster. Außerdem aktiviert Fasten den inneren Reinigungsprozess, die sogenannte Autophagie, wodurch überflüssige oder schädigende Zellen abgebaut werden, bzw. sich selbst verzehren.
Dadurch wird das Immunsystem gestärkt und die Selbstheilungskräfte des Körpers werden wieder aktiviert. Außerdem sagt man dem Fasten nach, dass es wie eine Anti-Aging Kur wirken soll und wenn man es regelmäßig in Verbindung mit gesunder Ernährung praktiziert, soll es auch einen lebensverlängernden Aspekt haben. 

So viel zu den gesundheitlichen Aspekten, doch aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, Fasten bringt noch viel mehr! 

Auch wenn die oben beschriebenen Effekte bereits mehr wie genug sind, um das Fasten zumindest mal auszuprobieren!
Berichte ich Dir hier noch von meinen weiteren Erfahrungen und ich bin nach wie vor noch mega begeistert davon, auch wenn man nicht unterschätzen darf, das Fasten anstrengend ist.
Man braucht etwas mehr Zeit als sonst für sich und es kann auch mal zu Kopfschmerzen, Frösteln und Müdigkeit kommen. Was ja auch irgendwie klar ist, schließlich entgiftet der Körper! 

Aber dafür wird man danach mehr wie entlohnt!

Nach den 10 Tagen habe ich mich leichter, entspannter, positiver und voller Energie gefühlt. Es war wie eine Art intensiver Urlaub – für Körper und Kopf. Was vor allem jetzt aufgrund des erneuten Lockdowns so erholsam war!
Mein Stresspegel ist deutlich gesunken und ich bin wieder mehr in der Lage, meinen Körper zu spüren sowie meine Bedürfnisse wahrzunehmen. Seitdem bin ich auch wesentlich motivierter, mich mehr zu bewegen und nachhaltig gesund zu ernähren. Allgemein gehe ich jetzt wesentlich achtsamer und besser mit mir um.

Doch wie sind die 10 Tage jetzt abgelaufen!?

Begonnen hat das Ganze damit, dass ich mir erstmal ein Programm zusammengestellt habe. Klar, als Yoga-Mental-Trainerin lag es natürlich auf der Hand, mir zu überlegen, wie ich mir die Fastenzeit mit Yoga und Mentaltraining so angenehm wie möglich gestalten konnte.
Und da Kochen und natürlich auch Essen meine großen Leidenschaften sind, war es für mich wichtig, Rezepte zu erstellen, die fastengerecht aber auch lecker sind. Zumal, da entsprechend den meisten Rezept das Gemüse nur ausgekocht und dann weggeworfen wird, was so gar nicht meiner Mentalität entspricht.
(Ein paar meiner Fasten Rezepte kannst du übrigens in meinem Hobby Koch-Kanal „Einfach Lecka“ auf YouTube finden)

Naja soweit so gut, dann konnte es also los gehen!

Da ich recherchiert hatte, dass besonders der zweite und dritte Tag recht fordernd sein können, habe ich am Dienstag mit dem Vorbereitungstag angefangen. Schließlich wollte ich mir keinen Urlaub für das Fasten nehmen und so sind der zweite und dritte Tag auf ein Wochenende gefallen.
Vorbereitungstag…
An diesem Tag habe ich alle Vorbereitungen getroffen. Ich habe meine Termine für die kommenden Tage reduziert, um mehr Zeit für mich in der Fastenzeit zu haben: geht ja auch um Besinnung. Ich habe KEINEN Kaffee und Alkohol mehr getrunken und schon versucht, soviel Wasser und Tee wie möglich zu trinken. Außerdem war ich Einkaufen, habe die Fastenkonzentrate vorgekocht und mich mit meinen Übungen auf die Fastentage vorbereitet.

Entlastungstage…
Diese fanden am Mittwoch und Donnerstag statt. Es gab nur Reis oder nur Gemüse/ Obst und natürlich soll man mindestens 3 Liter trinken! Durch die Einschränkungen im Essen befindet man sich schon mal in einer Sondersituation und es steigt die Aufregung wegen dem anstehenden Fasten. Da helfen Bewegung- und Entspannungsaudios ungemein.

Fastentage…
Freitag ging es dann richtig los: gestartet wird mit dem Abführen. Dafür habe ich Bittersalz mit einem Schuss frisch gepresster Zitrone zu mir genommen. Die Zitrone mindert den fiesen Salzgeschmack. Die Wirkung setzte relativ punktgenau eine Stunde später ein. Später gab es Fasten-Brühe, die man genüsslich mit einem Teelöffel am Tisch ohne Ablenkung zu sich nimmt und nach wie vor viel Tee und Wasser. Der Freitag war noch recht entspannt.
Der zweite und dritte Fastentag waren für mich etwas fordernder: an dem einen Tag habe ich ständig gefröstelt und an dem anderen hatte ich hin und wieder auch Kopfschmerzen. An diesen beiden Tagen war ich auch recht müde, wobei das nicht bei jedem so ist; Mein Freund hatte diese Effekte zum Beispiel gar nicht bzw. nur etwas weniger Energie am dritten Tag. Und mit den Übungen und etwas Ruhe kommt man gut drüber weg.
Faszinierend fand ich jedoch wahrzunehmen, wie oft man an Essen denkt und wie viel davon eher Gelüste sind statt wirklichem Hunger. Das zeigt sich auch daran, dass man besonders empfindlich ist, Essen zu riechen oder sehen. Dem sollte man evtl. aus dem Weg gehen.
Ab dem vierten Tag ging es mir super und am fünften war ich so energiegeladen und motiviert, dass ich auch locker noch ein paar Tagen hätte weiter machen können.

Fastenbrechen & Aufbautage…
Mittwoch war dann der Tag des Fastenbrechens, der mit einem Apfel startete. Natürlich haben wir dazu die Apfelmediation gehört und ich muss sagen, das war der beste Apfel, den ich je gegessen habe, auch wenn ich zu meiner Überraschung schon nach der Hälfte satt war.
Von da aus ging es in die Aufbautage, wo man langsam wieder mehr zu sich nimmt, um den Körper nicht gleich zu überfordern und um möglichst nachhaltig weiter gesund zu essen.
Ich bin vom Fasten aus in die Achtsame Ernährung umgestiegen und nach wie vor dabei und auch davon absolut begeistert, aber dazu ein anderes Mal mehr.

Hier noch ein paar Fakten, nach denn häufig gefragt wird!

In der Fastenzeit abgenommen:
4,4kg, 4cm am Po und 3cm am Bauch

Nach 6 Wochen geblieben:
3,5kg,  4cm am Po und 2cm am Bauch.

Für das männliche Beispiel hier die Werte meines Freundes:
7,0kg, 3cm am Po und 3cm am Bauch.

Nach 6 Woche geblieben:
4,8kg, 3cm Po und 3cm Bauch.

Mein Fazit:

Fasten ist es wirklich wert, ausprobiert zu werden. Man hat außerhalb des gesundheitlichen Nutzens einfach mal Urlaub für Körper und Kopf.

Sowie die ideale Voraussetzung, seine Ernährungsweise neu auszurichten, da man durch das Fasten die alten Essensgewohnheiten auf null gestellt hat und so die Möglichkeit hat, neu zu starten, um sich in Zukunft gesund und nachhaltig zu ernähren.

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